Fahrzeuge

 

Die DLRG Landesverband Hamburg e.V. (DLRG Hamburg) stellt zur Erfüllung der ihr übertragenen Aufgaben dem eingesetzten Personal im Einsatzführungsdienst, in den Fachgruppen sowie im Katastrophenschutz den nachfolgend aufgeführten Fuhrpark von Spezialfahrzeugen an die Seite:

ELW (10/52)

Der Einsatzleitwagen mini (ELW) der DLRG Hamburg wird sowohl im Rahmen der öffentlichen Gefahrenabwehr (Wasserrettungsdienst) als auch im Katastrophenschutz genutzt.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein geländefähiges Fahrzeug der Marke Daimler Benz, Typ M-Klasse, welches vor seiner Verwendung im Landesverband bei der DLRG Bezirk Oberelbe e.V. als Notarzteinsatzfahrzeug genutzt wurde. Nach zahlreichen Veränderungen und Ergänzungen des Innenausbaus beinhaltet das Fahrzeug heute alle Komponenten eines vollwertigen ELW, lediglich das karge Platzangebot lässt das 18 Jahre Fahrzeug zum ELW mini werden.

Das Fahrzeug ist in der Lage, an jeder Örtlichkeit autark zu arbeiten, da ein bordeigener Stromerzeuger und ein Spannungswandler von 12V auf 230V jederzeit die Energieversorgung im Fahrzeug gewährleisten. Ein mobiles WLAN-Netz rundet die aufgabenspezifische Autarkie dieses Fahrzeuges ab.

Im Wasserrettungsdienst dient es dem diensthabenden Einsatzführungsdienst (EFD) als Transportfahrzeug zur Einsatzstelle. Hierbei kann sich der jeweilige EFD der umfangreichen Ausstattung des Fahrzeuges bedienen.

Im Katastropheneinsatz wird das Fahrzeug durch den Zugtruppführer des Wasserrettungszuges Hamburg (WRZ HH) und seinen Führungsgehilfen besetzt. Gemeinsam mit dem abgesetzt agierenden Zugführer sorgen sie für einen reibungslosen Einsatzablauf und die vollständige Einsatzdokumentation sowie die Erledigung aller anfallenden Aufgaben.

GW Tauchen (10/53)


Der Gerätewagen Tauchen (GW Tauchen) wurde im Jahr 2013 in Dienst gestellt. Das Fahrzeug wurde in Zusammenarbeit mit dem Aufbauhersteller, der Firma Hensel Fahrzeugbau GmbH, konzipiert und entworfen. Dabei wurde dem umfangriechen Anforderungsprofil der DLRG Hamburg in vollem Umfang Rechnung getragen. Wesentliche Kriterien der Konzeption waren:

  • die Möglichkeit der Herstellung einer Taucheinsatzbereitschaft auf der Anfahrt
  • eine Autarkie des Fahrzeuges bei Tag- und Nachteinsätzen sowohl im Wasserrettungsdienst als auch im Katastrophenschutz durch die Aufnahme eines Atemluftverdichters sowie eines leistungsfähigen Stromerzeugers, der u.a. einen am Fahrzeug angebrachten Lichtmast mit 2x1000W-Scheinwerfern versorgt.
  • die Schaffung einer klimatisierten Umzugsmöglichkeit für die Einsatztaucher
  • die Aufnahmemöglichkeit von acht Tauchausrüstungen (200/300 bar-Technik) sowie der dazugehörigen Tauchausstattung
  • die Integration eines schnellaufblasbaren Zeltes inkl. Heizung
  • die Vorhaltung von 25% der Ladekapazität für den Einsatz im Katastrophenschutz
  • eine Watfähigkeit zum Befahren überfluteter Gebiete

Dass die bei der Konzeption berücksichtigten Aspekte nicht nur richtig, sondern auch wichtig gewesen sind, hat der Katastrophenschutz-Einsatz im Juni 2013 anlässlich des Elbe-Hochwassers in Schönebeck gezeigt, denn hier konnte das Fahrzeug seine Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Der GW Log (10/51)

„TE 5 – wir kümmern uns“ – so lautet der Slogan der Teileinheit 5 im WRZ HH, der Fachgruppe Logistik. Bei dem von der Fachgruppe genutzten Einsatzfahrzeug handelt es sich um ein im Jahr 1981 erstmals zugelassenen Kastenwagen, der bis zu seiner Übernahme durch die DLRG als Rüstwagen Rettungsdienst von der Feuerwehr Hamburg genutzt wurde. Nach Einbau eines Innenausbaus wird das Fahrzeug nunmehr als Gerätewagen Logistik (GW Logistik) verwendet.

Sie zeichnet im Katastropheneinsatz zum einen verantwortlich für die Versorgung der eigenen Einsatzkräfte (50 Personen) für die ersten 24 Stunden im Einsatz (danach muss eine externe Versorgung des Zuges hergestellt sein). Zum anderen ist es Aufgabe dieser Fachkomponente, den eigenen Unterkunftsplatz zu betreiben, denn der WRZ HH ist einer der wenigen Wasserrettungszüge in Deutschland, der über eigene Zelte inkl. Heizungs- und Beleuchtungssysteme sowie Feldbetten und Wolldecken für seine eigenen Helferinnen und Helfer verfügt und somit vollständig autark auch an entlegene Einsatzstellen entsandt werden kann.

Die Wichtigkeit dieser Einsatzkomponente kommt aber „zwischen den Zeilen“ zum Tragen, denn durch kleine, an die Einsatzstelle verbrachte „Goddies“, den organisierten Einkauf im Katastrophengebiet oder den spontan durchgeführten Grillabend trägt diese Einheit maßgeblich zum Erhalt und der Steigerung der Einsatzkraft und Motivation bei. Und so hellen sich die Gesichter aller Einsatzkräfte auf, wenn das älteste Einsatzfahrzeug der DLRG Hamburg um die Ecke biegt.

Boote

IRB (10/41)

Bei dem einzigen im Besitz des Landesverbandes befindlichen Motorrettungsboot (MRB) handelt es sich um ein Inflatable Rubber Boat, kurz IRB, welches mit einem Außenbordmotor von 30 PS ausgestattet ist. Das verhältnismäßig kleine, wendige und robuste Boot stellt ein ideales Bindeglied zwischen den mit Muskelkraft betriebenen Rafts und den bis zu sieben Meter langen Motorrettungsbooten in der DLRG Hamburg dar. Denn durch das geringe Gewicht mit nur rund 150 kg kann das Boot getragen und überall dort zu Wasser gelassen werden, wo sich vier Personen am Ufer bewegen können.

Die DLRG Hamburg konnte das Boot im November 2015 anlässlich der Verleihung des Nivea- Preises, bei der es auf den Namen "Nivea 131" getauft wurde, entgegennehmen und bedankt sich für die Unterstützung.

Das Boot wird im Bereich der Wasserrettung, des Rettungssports sowie im Katastrophenschutz eingesetzt. Der robuste Außenbordmotor ermöglicht der Besatzung das sichere Manövrieren in schnell fließenden Gewässern, wie es bei Hochwasserlagen oder Tidegewässern wie der Elbe häufig vorkommt.

Der WRZ HH konnte durch die Migration des Bootes seine Vielseitigkeit im Katastropheneinsatz steigern, denn nun ist es möglich, je nach Einsatzanlass entweder ein großes Boot mit mehr Tiefgang oder das IRB mit wenig Tiefgang zum Einsatz zu bringen, was sich beispielsweise beim Einsatz in überfluteten Gebieten positiv auf den Einsatzwert auswirkt.